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Einfach. Plaudern. Neu.

Dummbatz

Gemischte Gefühle

"Das Leben serviert dir Zitronen, aber du kannst keine Limonade daraus machen. Dein Weg ist oft dunkel, voller Stolperfallen und Niederschlägen. Dann wechsel den Standpunkt, Sichtweise, denn was hast du denn zu verlieren? Laß die Klugen sich doch endlos mit all den Problemen und hirnverbrannten Unfug beschäftigen, schließlich wurde nicht nur das Elend ja von Menschen gemacht. Gewinne deinem Pein, Frust, Verzweiflung etwas ulkiges ab, denn was einem so über den Weg läuft, man weiß einfach nicht ob man nun lachen oder weinen soll, bei soviel Mumpitz. Lache mehr, erkenne das nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Hilf jenen die sich nicht selbst helfen können, wer weiß vielleicht helfen sie dir eines Tages. Anderen zu helfen, ein liebes Wort, Trost geben, einfach nur Reden kann eine Therapie sein, sich selbst aus den eigenen Untiefen zu erheben und den ganzen Mist endlich mal die Stirn zu bieten. Auch ich war mal jung, eine Zeit die oft für mich nicht gut verlief. Ich mußte zum Beispiel hilflos zusehen wie ein guter Freund starb. Nach 2 gescheiterten Suizid Versuchen, mit übelen Folgen, habe ich nachgedacht, nicht locker gelassen und meinen Weg gefunden. Aufgeben ist keine Option, man lebt nur einmal und das viel zu kurz, diese wenige Zeit sollte man nicht blind und taub verschenken. Denke anders man verliert nicht wenn ein Versuch scheitert, man lernt nur immer etwas dazu. Behördengänge muß man wie ein Machwerk von verklemmten Komikern betrachten. Hier mal zwei Beispiele was so unheimlich wichtig zu sein scheint. "

Behörden-Irrsinn
1.) Größenverhältnisse
Im Bremer Landesparlament wurden die Toiletten renoviert. Doch mit der Zeit haben sich um die Urinale auf dem Männerklo hässliche, stinkende Flecken gebildet. Kurzerhand gaben die Abgeordneten ein Gutachten in Auftrag, um das Mysterium zu klären. Das Gutachten kommt zu dem Schluss: „Die Länge des Gliedes und die Wurfweite bei der Blasenentleerung werden oft überschätzt. Dadurch wird der Abstand zu groß gewählt. Am Ende gelangen doch Reste und Tropfen auf den unteren Rand des Urinalbeckens.“ Wie viel diese Erkenntnis wohl gekostet hat?

2.) Apotheker mit Bohrmaschine
Mindestens genauso absurd ist die Regelung, dass in Apotheken stets eine Bohrmaschine vorhanden sein muss. Auch eine Leiter gehört zur Pflichtausstattung, wobei der Apotheker seine Angestellten einmal jährlich im Umgang mit dieser Leiter schulen muss. Dafür gibt es eine 38-seitige Anleitung.

"Jetzt versteht jeder wie man es jedes Jahr aufs Neue schafft, rund 1 Milliarde Euro für Blödsinn in den Sand zu setzen. Dabei sehe ich sanierungsbedürftige Schulen, Kitas. Rentner die nicht wissen wovon sie leben sollen. Verzweifelte Arbeitslose. Kranke die keine Hilfe finden. Kleine Kinder die furchtbar leiden müssen. U.s.w. da kriege ich regelrecht einen Blutrausch, wenn ich höre es ist kein Geld da." [Melden]


Kommentare (3)

Richtig

Weißt du, Dummbatz, es sind genau diese Menschen, die nicht klagen, die aber die Ungerechtigkeit sehen - Menschen, die sich mit einer Krankheit auseinandersetzen müssen.

Genau diese Menschen sind so dermaßen lebensnah und sehen noch das kleine Glück, was einen umgibt.

Was soll man denn von Menschen erwarten, die noch nie richtiges Leid durchlebt haben, die nicht wissen, was Seelenschmerz oder körperlicher Schmerz ist?

Der Mensch existiert durch Aufgaben, die er sich stellt und dazu gehört eben auch das sinnfreie Denken, wie weit oder nah man in eine Schüssel pieseln muss, damit keine Spritzer entstehen. Ist voll neben der Spur, ist aber so. Und so ist es dann auch mit den anderen Problemen, die du benannt hast.

Wenn man durch Unwissenheit so realitätsfern denkt (wenn man überhaupt denkt), dann kommt eben nur Müll raus.

Gerechtigkeit fängt da an, wo alle an einem Strang ziehen. Aber das werden wir alle niemals erleben, weil der Mensch ein potentieller Egoist ist.

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Dummbatz

@Richtig
Meine Mutter, Überlebende des zweiten Weltkriegea hat mir mal gesagt: "Du kannst die Welt nicht ändern, versuche für dich und die Anderen einfach das Beste daraus zu machen."

Ich wohne in der Stadt. Gegenüber von mir gibt ein Haus für alleinstehende Männer. Oft steht ein Notarzt vor der Tür. Da liegen dann doch schon mal verzeifelte Männer heulend auf dem Rasen und wissen nicht weiter. Da mache ich dann schon mal den Seelsorger und Kumpel. Oft hilft ein bisschen Plaudern oder mal ins Gewissen Reden. Es scheint zu klappen wiedersehen habe ich danach keinen mehr. Auch der Notarzt hat sich schon lange nicht mehr blicken lassen. Ich finde nichts dabei zu helfen, es sind doch Menschen wie ich. Warum tun das nur wenige, was ich mache? Eine bessere Welt kann man ja schließlich nicht herbei zaubern.

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Richtig

@Dummbatz:
Sieh es mal so, diese Menschen werden dich niemals mehr vergessen. Es sind deine Worte, die sich in den Köpfen derer einbrennen werden.

Manchmal kommt das Glück ohne Vorankündigung und ohne Worte - in deinem Fall, wenn du die Männer nicht mehr siehst oder den "ätzenden" Notdienst (wie oft sehe ich den hier in meiner Wohngegend.)

Das ist Glück, weil du etwas erreicht hast aus Nächstenliebe und Achtung deinem Gegenüber.
Ich ziehe meinen Hut vor dir - es stimmt, es gibt zu wenige Menschen, die helfen könnten. Aber nicht jeder hat die Bestimmung.

Unsere Mütter ... Wie recht sie doch so manches Mal haben...

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