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Einfach. Plaudern. Neu.

Juma

Wladimir Putin

Wie findet ihr Putin? Meint ihr er hat böses im Sinn? Oder puschen es die ganze westlichen Medien einfach nur derart auf?

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Kommentare (16)

Kreuzritter
★★

Mitglied [52]

Sehr interessantes Thema. Ich hoffe das man hier jetzt vernünftig darüber diskutieren kann und es nicht in Facebook- bzw. BILD-Kommentaniveau ausarten wird.

Um die derzeitige schwierige Beziehung zu Russland zu verstehen muss man erstmal etwas zurückblicken. Putin war ein junger KGB-Offizier und war von 1985 - 1990 in Dresden stationiert. Dort erlebte er den Zerfall des sojetischen Satellitenstaats DDR hautnah. Nachdem er in die Heimat zurückbeordert wurde erlebte er dort auch den Zerfall der Sowjetunion. Für einen jungen KGB-Offizier, der von Kindesbeinen an Sowjetpropaganda erlebte sicherlich der absolute Super-GAU. Nach seiner Zeit beim KGB war er in den 1990ern zuerst in der Stadtverwaltung von St. Petersburg tätig, später sogar als Vizebürgermeister. Danach machte er Karriere in Moskau, u.a. als Chef des FSB (Nachfolger des KGB) und 1999 wurde er sogar zum Ministerprsäidenten (Regierungschef) ernannt. Putin war auch Jelzins Wunschkandidat für die Nachfolge als Präsident (Staatsoberhaupt). Nach Jelzins Rücktritt als Prsident wurde Putin dann auch im Amt des Präsidenten bestätigt. Im Unterschied zu Deutschland hat der Präsident in Russland deutlich mehr Einfluss auf das politische Tagesgeschehen, v.a. auch auf den außenpolitischen Kurs.

Nun eine kurze Beschreibung der Situation Russlands in den 1990ern: Nachdem Zerfall der Sowjetunion war Boris Jelzin von 1991 - 1999 der erste demokratisch gewählte Präsident Russlands. Dabei war Jelzin ganz sicher kein vorbildhafter Demokrat. So löste er durch einen verfassungswidrigen Präsidentenerlass den Volksdeputiertenkongress (VDK) und den Obersten Sowjet auf, da diese seinen Plänen bezüglich einer Verfassungsreform im Weg standen. Einige Abgeordnete des VDK verbarrikadierten sich daraufhin im Weißen Haus in Moskau (ja dort gibts auch eines; heute Sitz der russischen Regierung). Es gab auch zahlreiche Proteste gegen Jelzin. Da Jelzin jedoch die Kontrolle über die Armee hatte, wurde der Aufstand schließlich niedergeschlagen, u.a. wurde auch das Weiße Haus belagert und beschossen, woraufhin die Abgeordneten geflohen sind. Während dieser Vorkomnisse starben 187 Menschen, durch die Straßenkämpfe. Letztlich gab es eine Volksabstimmung und die neue Jelzin-Verfassung wurde angenommen.
In den 90ern folgte eine wirtschaftliche und politische Öffnung Russlands. Ehemalige Staatsbetriebe wurden privatisiert, die Folgen waren jedoch katastrophal: Der Großteil der Bevölkerung verarmte, hohe Inflation und einige, wenige superreiche Russen (Oligarchen
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

Kreuzritter
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Mitglied [52]

Nachtrag:

gingen daraus hervor. Korruption war allgegenwärtig. Trotz des wirtschaftlichen Chaos wurden jedoch enorme fortschritte in Sachen Meinungs-, Pressefreiheit und Menschenrechte gemacht. Neben der Wirtschaftskrise gab es zahlreiche Unabhängigkeitsbewegungen, infolge derer es auch zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Russischer Armee und Rebellen kam (Tschetschenienkrieg).

Die russische Außenpolitik bestand gegen Ende der 90er jedoch größtenteils aus leeren Drohungen, Jelzin verhielt sich bei zahlreichen öffentlichen Auftritten eines Staatsoberhauptes unwürdig (

). Dazu kamen um die Jahrtausendwende herum zahlreiche für Russland demütigende Vorkomnisse, z.B. der Untergang des Atom-U-Bootes Kursk, das Ende der Raumstation Mir, der tagelange Brand eines Fernsehturms und nicht zuletzt die Geiselnahmen von Beslan 2004 und im Moskauer Dubrowka-Theater 2002, bei denen zahlreiche Geiseln ums Leben kamen, auch durch Fehler der Antiterroreinheiten. Für sehr viele Russen waren all diese Vorkomnisse ein absolutes Armutszeugnis. Von der Weltmacht zur Witzfigur.


2000 wurde Wladimir Putin Jelzins Nachfolger als Präsident. Putin ist das absolute Gegenteil von Jelzin. Peinliche öffentliche Auftritte gibt es nicht von ihm nicht. Er ist ein ziemlich sportlicher Mann, wirkt bei seinen Reden sehr besonnen und legt ein konsequentes Auftreten an den Tag und natürlich muss man ganz klar sagen: Unabhängig von allem politischen ist Putin eine coole Socke.
Unter Putin hat sich die russische Wirtschaft stabilisiert, das BIP ist gestiegen, das durchschnittliche Einkommen hat sich erhöht. Nachdem in den 90ern zahlreiche Gebiete Russlands weitgehende Autonomie erhielten, ist unter Putin wieder eine eher zentralistische Linie erkennbar.
Gegen die reichen Oligarchen ging Putin ziemlich hart vor. Unabhängige, oftmals auch pro-westliche TV-Sender oder Zeitungen die zuvor in Oligarchenbesitz waren wurden zerschlagen oder von Regierungstreuen Medienkonzernen zwangsübernommen.
Die russische Armee wurde und wird wieder mit moderner Militärtechnik ausgestattet, das Militärbudget hat sich seit Putins Amtsantritt zur Freude der Armeeangehörigen verfielfacht und die russische Armee zählt heute neben der US-Armee als schlagkräftigste Armee der Welt, auch hinsichtlich konventioneller Bewaffnung. In den 90ern war das noch anders, hätte man nicht über das riesige ehemals sowjetische Atomwaffenarsenal verfügt, wäre man damals und damit auch heute weltpolitisch bedeutungslos gewesen.
Außenpolitisch verbesserte sich in Putins erster Amtszeit das Verhältnis zum Westen. So war Putin einer der ersten der den USA nach dem 11. September Unterstützung bei der Suche nach den Drahtziehern zusicherte und sein Beileid bekundete. 2001 hielt er eine Rede vor dem deutschen Bundestag, in deutscher Sprache. Russland, Frankreich und Deutschland verfassten 2003 sogar eine gemeinsame Erklärung gegen den Irakkrieg. Russland und die NATO haben sich während Putins erster Zeit ziemlich angenähert http://www.handelsblatt.com/politik/international/militaerische-zusammenarbeit-russland-und-nato-naehern-sich-an/3329154.html

Natürlich will ich die Menschenrechtsverletzungen in Russland nicht unerwähnt lassen. Die Verletzung der Presse- und Meinungsfreiheit, die Gesetze gegen aus dem Ausland finanzierte NGOs, das Gesetz gegen sog. Homosexuelle Propaganda (was auch immer das sein soll...) und die Haltung gegenüber Oppositionellen sind aus westlicher Sicht einfach unverständlich. Hinzu kommt noch die nationalistische Stimmung und das mediale Kleinreden des Westens und die Erhöhung russicher Errungenschaften militärtechnischer Natur. http://de.sputniknews.com/militar/20150918/304402115.html
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

Kreuzritter
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Mitglied [52]

Kann es sein das ein Teil meines zweiten Kommentars gelöscht wurde? Und wenn ja wieso.
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

Juma

Ich weiß es nicht, was war den das geplante Ende deines Kommentares?
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Kreuzritter
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Mitglied [52]

Der restliche Inhalt des Kommentars war ein kurzer Überblick über die Aktuelle Situation zwischen Russland und dem Westen und ein überblick über den Konflikt in der Ukraine.
Danach folgte eine Antwort auf die von dir gestellten Fagen ob Putin böse ist oder ob es nur von den westlichen Medien hochgepusht wird.
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

Juma

Was meinst du denn über meine Frage? Ich finde auf jeden Fall, das es die ganzen westlichen Medien aufpushen, und Putin nichts böses im Sinn hat
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Kreuzritter
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Mitglied [52]

@Juma:
Hier hast du meine Antwort.

Hat Putin Böses im Sinn?
Nein, das nicht. Er spielt jedoch derzeit mit dem Feuer. Daran kann man sich bekanntlich auch verbrennen.
Er verfolgt politische, geostrategische und wirtschaftliche Interessen und versucht auch das Trauma vom Ende der Sowjetzeit und den schwachen 90ern vergessen zu machen. Das ist auch verständlich.
Nicht verständlich ist das wie. In Europa wurde seit dem Ende des 2. Weltkriegs Politik gemacht um Konflikte zwischen Staaten am Verhandlungstisch zu lösen, es wurde eine Vertrauensbasis geschaffen. Churchill, Adenauer, Kohl, Blum, Schuman, Courtoin, Spinelli, Spaak, Gasperi, Coudenhove-Kalergi, Hugo, Briand, Gorbatschow, Brandt. Namen die für 200 Jahre europäische Einigung stehen.
Die Angliederung der Krim ist nach internationalen Verträgen klar völkerrechtswidrig. http://www.ifhv.de/documents/huvi/selectedarticles/3-2014-heintze.pdf Zwar begrüßt natürlich die (knappe?) Mehrheit der Krimbevölkerung die Angliederung an Russland, aber diese ist nach geltenden internationalen und ukrainischen Rechtsnormen unzulässig. Die Zustimmung lag laut offiziellem Wahlergebnis bei fast 97 %, bei einer Wahlbeteiligung von ca. 83 %. Allerdings berichtete kurz darauf der russiche Menschenrechtsrat von einer Zustimmung von 50 - 60 % bei einer Wahlbeteiligung von 30 - 50 %. Schon eine erhebliche Diskrepanz zum offiziellen Wahlergebnis. Die Art und Weise des Referndums kann man auch kritisieren. Denn ein in knapp 2 Wochen eiligst auf die Beine gestelltes Referndum hat einen ziemlich faden beigeschmack.
In der Ostukraine läuft zur Zeit das Gleiche ab wie auf der Krim, nur schaut hier die ukrainische Regierung nicht tatenlos zu.

Entscheidend ist doch nicht, dass die Grenzen Europas absolut gerecht sind. Entscheidend ist das diese Grenzen bestehen. Zu dieser Erkenntnis hat man in den letzten 70 Jahren gefunden.
Wo kämen wir hin wenn Schweden die schwedischsprachigen Gebiete Finnlands angliedern, wir uns die Ostgebiete zurückholen und China Taiwan annektieren würde.

Und gerade im zivilisierten Europa sollte man doch mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn man es in Europa nicht schafft Differenzen ohne Waffengewalt zu lösen, wo dann?


Wird es von westlichen Medien aufgepusht?
Nein. Tendenziell wird es sogar verharmlost. Denn einen Rückfall in Methoden (finnisch-sojwetischer Winterkrieg; gibt da einige Parallelen zur aktuellen Lage in der Ukraine) die so auch im dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte stattgefunden haben ist nicht akzeptabel.
Das aufkommen nationalistischer-chauvinistische Stimmung in Russland ist übrigens auch nicht zu unterschätzen und auch muss kritisiert werden. Wohin Nationalismus und Chauvinismus führen haben unsere Großeltern leidlich erfahren. Und auf solche Gefahren müssen Medien hinweisen.
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

kittian
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Moderator [2144]

@Kreuzritter:
Meiner Meinung nach waren im letzten Jahrhundert und SIND immernoch Kapitalismus und Bolschewismus die Hauptprobleme.
Ich denke, dass Putin Russland wieder zu einem ebenbürtigen Konkurrenten für die USA aufbaut, was letzteren natürlich nicht gefällt. Unsere Presse und unsere "Staaten, wie auch Medien sind in den Händen derer, denen auch die USA gehören. Ich finde es gut, was Putin so macht und wenn sich seine Verblendung hinsichtlich der damaligen Zeit nicht noch in skurrilen antideutschen Tagen niederschlägt, aber vernichtender sind allemal die zionistischen USA. Putins Kindheit und Jugend muss wohl sehr stark von Krieg und Sowjetunion geprägt gewesen sein. Sein Vater wurde verwundet und wäre fast gestorben und seine Mutter fast verhungert. Mit der UdSSR entstand ein starker Machtblock, der wohl beeindruckend auf ihn gewirkt haben muss und dazu diese Staatlichkeit, deren Zerfall er selbst in Tschetschenien aufgehalten hat.
Viele Historiker sind sich einig und es kann auch leicht belegt und mit etlichen Indizien untermauert werden, dass eben Russland und nicht etwas das deutsche Reich der Aggressor war. Stalin ging es um eine Weltrevolution und es wurde einminutiöser Plan ausgearbeitet, erstmal ganz Europa bis nach Lissabon zu überrennen. Es gab zwar diesen "Pakt", aber die Wehrmacht kam dem Angriff zuvor und die schieren Massen an Kriegsgerät für einen OFFENSIVkrieg mussten eine eindeutige Sprache gesprochen haben. Stalin hat mit Waffenhilfe aus den zionistischen USA (!) und immensem Menschenverschleiß die komplette Niederlage noch abwenden können, aber bekam nicht mehr ganz Europa (komisch, dass die westeuropäischen Staaten sich dessen nicht bewusst sind). Außerdem sind schon VOR dem 2. WK wohl 20 Mio Menschen verhungert, weil man ihnen die Ernte wegnahm, um damit das Militär aufbauen zu können (verticken und so).

Man merkt, welchen Stellenwert die UdSSR für Putin hatte und dass er damit Verbrechen billigt, die nur noch von Mao und vielleicht inzwischen auch schon von den USA getoppt werden konnten. Vielleicht muss er aber auch so reden, um seine Leute zu motivieren und von der Wodkapulle abzubringen. Auch in Sachen Geburtenrate soll sich ja schon wieder einiges zum Guten hin verändert haben (komisch, dass man hierzulande immer sagt, es ginge NUR mit Zuwanderern, aber das ist ein anderes Thema).

Putin ist natürlich der Präsident der Russen und vertritt in erster Linie russische Interessen, so wie es auch sein muss. Ich finde es immer lächerlich, wenn hier wieder Deutsche nach einem fremdländischen (!) Staatsoberhaupt schreien, dass sie doch auch bitte mitregieren möge. Aber aus lauter Verzweiflung wäre man da auch wohl mit dem geringeren Übel zufrieden, denn wessen Lied "unsere" Politiker singen, SOLLTE doch jeder Blödmann schon gemerkt haben. Also für mich wäre Putin das geringer Übel, wenns hart auf hart käme. Es würde von dort aus das System bekämpft werden können, das unser gesellschaftliches Leben beherrscht und unsere Freiheiten immer weiter einschränkt.
Es ist gut, dass es jemanden wie Putin gibt, denn sonst gäb es vielleicht jetzt schon einen totalitären Weltstaat, in dem nur noch das Geld regiert und ja, es geht NOCH schlimmer!!!
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Kreuzritter
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Mitglied [52]

@kittian:

Ach. Ich freu mich, dass du wieder hier bist. Endlich mal wieder jemand der Leben rein bringt.

Deine Anmerkungen zum 2 WK treffen es auf den Punkt. Stalins Ziel war ganz klar die Einnahme Europas. Aber nicht 1941. Während der Säuberungen in den 30ern wurden auch viele Führungskräfte der RA vernichtet. Damit schnitt sich der Stalin ins eigene Fleisch. Die Sowjets hatten damals zwar Unmengen an Angriffswaffen, aber grottige Strukturen. Die Generalität, das Offizierskorps, alles musste neu aufgebaut werden. Das hätte aber wahrscheinlich bis 43/44 gedauert. Am 22.6.41 standen ca. 3.400 Deutschen Panzern 15.000 sowjetische gegenüber.
Noch dazu waren die deutschen Panzer ihren sowjetischen Gegenstücken weit unterlegen.




Ich bin kein großer Freund von Putin (der z. Zt. ja Russland verkörpert) und auch nicht wirklich angetan von den USA. Wer jetzt das kleinere Übel ist, darüber erlaub ich mir kein Urteil. Durch die DDR kennen wir schon mal das russiche Übel, das andere ist noch im kommen. Wie du schon gesagt hast: Putins Leben ist sehr stark von der UdSSR geprägt. Ich denke danach richtet er auch sein Handeln aus. Aus der Ferne betrachtet erkennt man bei Putin einige Merkmale eines Psychopathen: Charmante Persönlichkeit, kühl, pedantisch, sehr zielstrebig, alles wirkt sehr geplant, kann Menschen manipulieren, durchaus auch ein guter Schauspieler, er schafft es sehr gut das Vertrauen der Menschen zu gewinnen (deshalb auch die vielen Deutschen die nach ihm als fremdländischen Staatsoberhaupt schreien). Ich weiß, so eine Ferndiagnose ist natürlich immer sehr gewagt, aber bei ihm treten eben viele dieser Merkmale auf. Westliche Politiker sind im Gegenteil zu ihm einfach nur Tölpel, austauschbar, profillos. Die USA, Deutschland, Frankreich, GB und Co.: Regiert von naiven Idioten. Zur Ukrainekrise wäre es nie gekommen, hätte man nicht völlig naiv Russlands Stärke unterschätzt. Man hat sich von Tschetschenien, dem Beslan-Desaster und dem Dubrowka-Theater blenden lassen.

Das heutige Russland ist in meinen Augen eine weiß-blau-rot lackierte Sowjetunion. Als Tarnung gibts einen Apple Store und McDonalds, wer es sich leisten kann fährt Mercedes und BMW, aber ansonsten ist vieles wie vor 30 Jahren.

Russland und die USA werden sich immer feindselig gegenüber stehen. Wir (Europa) liegen da mittendrin. Einzige Lösung ist ein militärisch starkes Europa. Die Technologie dazu ist ja vorhanden. Eigene europäische Flugzeugträger, Atom-U-Boote, gemeinsame Rüstungspolitik (z. B. nicht jeder seinen eigenen Schwanzvergleich-Panzer).
Ein gemeinsames europäisches Abschreckungspotential gegen beide Großmächte. Nicht so wie die Franzosen, die mächtig stolz sind auf ihre lächerliche Force de Frappe. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46275110.html
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

kittian
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Moderator [2144]

@Kreuzritter:

Frankreich ist nicht weniger lächerlich als die BRD. Es kommt interessanterweise garnicht darauf an, wer jetzt damals zu den "Bösen" gehörte. In Westeuropa hat niemand außer GB Sonderrechte und auch dort geht es der Normalbevölkerung nicht besser, eher sogar wegen der riesigen Unterschicht noch schlechter und den berühmten Bevölkerungsaustausch gibts auch dort. Was für einen Sieg feiern beispielsweise die Franzosen am 8.5.1945? Deutschland ist der Rechtsnachfolger des Weströmischen Reiches und ganz automatisch die Führungsnation Europas. Zuletzt war es immernoch in irgendeiner Weise so. Wenn wir durch die derzeitige Masseninvasion zum Zombiestaat werden, werden unsere missgünstigen Nachbarn noch sehen, was sie an uns hatten in ihrer dann folgenden Orientierungslosigkeit.
Russland ist die Macht Osten Europas, aber da ist dann auch mal Schluss. Russische Einflüsse haben westlich von Polen auch keinen Platz mehr. Leider können wir uns nicht mehr befreien und sind natürlich immernoch besetzt, was glücklicherweise immer mehr Menschen wieder ins Bewusstsein tritt. Die Atomwaffen sind auch ein besonderes Problem. Gibt es irgendwelche Probleme in Europa, die entgegen den Interessen der USA gelöst zu werden drohen, kommt immer ein Anruf von Obami oder einem seiner zionistischen Minister. "Beratungsgespräche" mit Obama könnte man auch als Befehlsempfang bezeichnen.

Unsere Herrscher akzeptieren nicht unsere völkische Identität, welche unser höchstes Kapital ist und könnten daher nicht schlimmer sein.
Wenn man zu Russland hält, kann man nur hoffen, dass einem wenigstens dies zugebilligt würde, denn in der DDR durfte die Bevölkerung noch homogen bleiben. Nachdem ich gestern meinen letzten Kommentar geschrieben habe, hat Putin bei seiner UN-Rede nochmals in schon ehrverletzender Form gezeigt, welches Herz noch in ihm schlägt. Der Vergleich mit der Anti-Hitler-Koalition und der Kampf gegen das "Böse". Ja wer war denn böse??? Ich denke, dass er sich diese Einlassung hätte sparen können, weil er sonst eigentlich immer sehr bedacht reden kann. Er soll auch Deutschland sehr mögen, aber was ist für ihn eigentlich Deutschland? Die ideologisch verzerrte DDR, die keine Rücksicht auf das deutsche Wesen genommen hat? Er weiß wohl, dass die USA es als Unterstützter des IS mit dem Kampf nicht ernst meinen und möchte die USA auch wohl eher loswerden. Aber das mit der Anti-Hitler-Koalition ging garnicht. Gerüchte besagen sogar noch, dass die kooperativen USA am Ende noch der Wehrmacht wichtige Hinweise an der zusammenbrechenden Ostfront gegeben haben, damit sie der RA nochmal mehr Verluste beibringen konnten und der Krieg länger dauerte. Ganz im Interesse der USA, die ja nur feige aus der Luft gegen die Zivilbevölkerung gekämpft haben und sich nicht auch so aufreiben wollten.

Also Putin ist schon eine autarke Persönlichkeit und muss deshalb so beeindruckend auf viele Menschen hier wirken, die soetwas nicht mehr kennen. Mir ist dabei nur wichtig, dass die USA endlich mal einen Gegner bekommen, aber selbstverständlich kann es kein Dauerzustand sein, dass wir uns an Russland klammern.
Unsere Vorfahren haben für Europa schon so manche Lanze gebrochen, was unsere Nachbarn aber nicht so sehen. Letztere dürften sich jetzt auch mal so langsam dafür schämen, dass es schon so weit gekommen ist.

Insgesamt finde ich, dass Putin sich von seinem HANDELN her unterm Strich nicht nachteilig auf uns ausgewirkt hat, aber er wird mir immer unsympathischer. Auch sein Vokabular stammt direkt aus der stalinistischen Zeit. Das rote Pentagramm prangt noch immer auf dem Kriegsgerät und die Nationalhymne hat noch/wieder die alte Melodie. Dabei gibt es sicherlich auch viele Russen, welche die UdSSR nicht gerade positiv in Erinnerung haben. Dazu auch die ganzen Opfer der Politik allein. Dass so viele davon im Krieg gestorben sind, ist kein Verbrechen unserer Vorfahren, sondern die Folge schlechter Ausrüstung und eines erbitterten uns effizienten Kampfes auf unserer Seite. Zumindest sagen die Opferzahlen des Gegners nicht aus, ob ein Krieg gerecht war oder nicht. Hoffentlich kommt Putin langsam in diesem neuen Jahrtausend an, wobei natürlich alte Rechnungen noch nicht beglichen sind, oder wie war das noch mit Königsberg? Er sagt Kriegsbeute und war in Ordnung, da die UdSSR nicht Mitunterzeichner der Haager Landkriegsordnung war.
Naja, aber unser Hauptproblem ist erstmal, dass wir als Volk überhaupt noch existieren müssen. Sieht ja nicht gut aus...
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Kreuzritter
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Mitglied [52]

@kittian:
Es gibt sicherlich viele Russen, die die UdSSR in schlechter Erinnerung haben, aber trotzdem folgen die meisten Russen Putin. Aktuell stehen fast 90 % hinter Putin. In russischen Medien wird viel Unwahrheit über das Thema Ukraine verbreitet. Die Ukraine wird angeblich von Faschisten und SS-Trupps usw. regiert und alle Russen im Osten werden demzufolge erbarmungslos massakriert. Interessant: 70 % der Russen wissen, dass ihre Medien sie belügen, stehen aber trotzdem felsenfest hinter Putin. Ich finde das sollte einen schon beunruhigen. Da hab ich auch mehr Angst vor als vor zurückgebliebenen und verfetteten Rednecks.
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

kittian
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Moderator [2144]

@Kreuzritter:

Ich denke mal, das es keine halbwegs vernünftige Alternative zu Wlad gibt. Sowas wie Jelzin ist doch schon ein Suizidgrund. Da lässt man gerne mal jemandem dummes Zeugs labern und sich verhöhnen, wenn wenigstens ein würdiges Überleben gesichert ist.
Aber es ist schon etwas hohl, wie Wlad irgendwelche "Faschisten" für die Ukrainekrise verantwortlich macht, wo doch andere hinter allem stecken....
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Kreuzritter
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Mitglied [52]

@kittian:

Es gibt keine Alternative zu Putin? Alter, du klingst ja schon wie Angie. Bei der ist auch alles alternativlos.

Medwedew wäre in meinen Augen eine hervorragende alternative.
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

Kreuzritter
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Mitglied [52]

Putin wird derzeit auch von den sog. "alternativen Medien" (Compact, DWN usw.) ziemlich einseitig dargestellt. Aus jedem Furz den er lässt wird für die der entscheidende Furz gegen Obama/USA.
Bestes Beispiel ist das Interview mit Charlie Rose neulich.
Ich will gar nicht näher auf die Kommentare in deutschen onlineforen dazu eingehen, aber so viel sei gesagt: Lächerliche Papageien trifft es noch am ehesten.



Putin hat es geschafft eine absolute Weltmarke zu werden und das ohne supertolles mantraartiges Motto.
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Pro Israel & Netanjahu Fuck Palestine

kittian
★★★★★

Moderator [2144]

@Kreuzritter:

Ich bin kein Alternativlos-Merkel, aber wollte eher sagen, dass niemand an Putin vorbeikommt. Medwedew bringts da doch nur zum Steigbügelhalter. Merkel ist ja auch das allerbeste Beispiel dafür. Sie hat sich auch selbst "alternativlos" gemacht und lässt jetzt auch noch Zensursula von der Leiden per Plagiatsargument abschießen.

Mir ist auch klar, dass man lange suchen muss, um auch unter den alternativen Medien neutrale Standpunkte zu finden. Wenn die USA (zurecht) kritisiert werden, wird Putin für alles unkritisch gelobt. Ich finde ihn ja auch nicht einwandfrei, aber die USA brauchen einfach einen Gegner.

Wir stehen sowieso (mal wieder) zwischen den Blöcken. Die europäischen Völker haben sich zu lange gegeneinander aufhetzen lassen ("Teile und Herrsche") und können ihren Kulturraum nicht mehr gegen Feinde von innen (!) und außen schützen. Der Feind hat schließlich schon das Ruder übernommen und regiert uns direkt. IM Erika ist natürlich auch ein Feind des deutschen Volkes, genauso wie die anderen Politiker.

Vielleicht kenne ich mich auch mit Russland nicht so gut aus, aber immerhin wurden einige Probleme bisher gut gelöst und die Diplomatie wird auch beherrscht. Lawrow wirkt auch nicht inkompetent, insbesondere auch mit dem vereitelten US-Schlag, wo sich Kerry verplappert hat.
Jedenfalls sind die USA weitgehend gefährlicher und verhalten sich wie auch Nehu trotzigen Kindern gleich, die unbedingt ihren Willen durchsetzen wollen und nicht mehr mit sich reden lassen.
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Tony Prince
★★★

Mitglied [270]

Kurz gesagt, meinem Land passt es nicht dass Russland als einzige Nation dazu in der Lage ist die USA in 15 Minuten auszulöschen, genau darum will man Russland fertig machen, natürlich einfach die Krim annektieren ist nicht gut, aber Putin ist ein starker Politiker, er ist nicht schlechter wie Merkel, Obama etc. da gibts ganz andere wie Zb. Kim Jong Un. Nein Putin ist nicht der Böse allerdings Obama genauso wenig jeder versucht halt nur seinen einfluss zu Verteidigen und Auszubauen, und das mit allen nötigen Mitteln, Politik ist halt ein schmutziges Geschäft.
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USA! USA! USA! God Bless America! USA! USA! USA! Vote for Donald Trump! Ich liebe Wladimir Putin und Russland! ICH STELLE MEINE AKTIVITÄT HIER EIN!!!

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