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Waldmensch mi...

Wie schaut eurer Meinung nach unsere Gesellschaft (DE, AT, CH etc.) in Zukunft aus?

Moin liebe Freunde und servus zusammen,

ich komm' deswegen auf diese Frage, weil ich gestern Abend in einer WhatsApp-Gruppe unterwegs war und da fand ich jemanden zum Diskutieren über Gott und die Welt. Und wir schrieben u.a. darüber, wie die Gesellschaft in Zukunft aussehen könnte, wird.

Mein Gegenüber war mehr als pessimistisch drauf und er malte geradezu den Teufel an die Wand und meinte, kein Scherz, dass wir Europäer in rund 50 Jahren so heillos verarmt sind, wie es die Leute in Indien und der 3. Welt heute sind. Pensionen (Renten) wird's nimmer geben, weil sie abgeschafft wurden, Krankenversicherungen würde es zwar noch geben, aber nur mehr die obersten 10 Prozent werden Krankenversichert sein und alle anderen sollen entweder schauen, dass sie nicht krank werden oder krepieren, weil sie nicht krankenversichert sind und ohne Krankenversicherung von keinem Arzt behandelt würden.

Essen generell soll zum puren Luxusgut werden, die Weltbevölkerung soll auf über 12 Milliarden+ ansteigen und so weiter.

Ich fragte ihn, ob er diese Kranken Zukunftsaussichten Ernst meint? Daraufhin meinte er: "Selbstverständlich meine ich das ernst! Schau mal in unsere Gesellschaft! Die Leute schuften bis zum Umfallen und werden mit Hungerlöhnen abgespeist! Und in Zukunft wird das noch ärger werden! Die Arbeitslosigkeit wird gigantisch werden und die paar wenigen, die noch einen Job haben, werden so wenig wie möglich bezahlt bekommen und werden 7 Tage die Woche, mindestens 13, 14 Stunden schuften müssen ohne Anspruch auf Krankenversicherung, Pensionsversicherung, Arbeitslosenversicherung etc."

Und ich bin zwar auch des Öfteren pessimistisch angehaucht, aber so abnorm sehe ich die Zukunft nicht - vor allem deswegen, weil man aktuell ja alles auf Digitalisierung setzt und viele Jobs, so hör' ich das immer wieder, autonom gestalten will.

Ferner kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Weltgesellschaft so was ohne zu murren mit sich machen lassen würde:

Kein Urlaub mehr, keine Alterspension, keine Krankenversicherung, keine Arbeitslosenversicherung, keine soziale Absicherung, kein Sozialsystem mehr, kein Sozialstaat mehr, wenn man einen Job hat, soll man 14 Stunden schuften und das wenigste bezahlt bekommen, was legal möglich ist.

Wie gesagt: Ich traue unserer Gesellschaft zwar viel zu, aber dass die Leute so dämlich sind und das mit sich machen lassen würden, das kann und will ich mir gar nicht vorstellen!

Und deswegen eine Frage der Neugierwegen an euch: Wärt ihr bereit zu solchen Bedingungen einen Job anzunehmen: Minimalste Bezahlung, kein Anspruch auf Alterspension, kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, kein Anspruch auf soziale Absicherung, kein Anspruch auf Urlaub, 14 Stunden schuften und das womöglich 7 Tage die Woche. Und weil's keinen Anspruch auf Pension gibt soll man entweder als Tattergreis noch schuften oder vollen Tellern verhungern, weil's das System so will.

Zu meiner Person: Zu solch Sklavenbedingungen würde ich niemals schuften wollen, auch heute nicht! Da würde ich mir ohne große Bedenken das Leben nehmen und auf mehr Glück im nächsten Leben hoffen.

Jedenfalls noch einen schönen Tag allerseits aus dem Land der Waldmenschen mit den Raketenbäumen (Quelle: Donald Trump 😂)

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Kommentare (6)

wer weß

Lisa bist du das?

Also wenn sich der Kurs nicht ändert, (und bislang scheint sich niemand darum zu scheren etwas zu ändern- Auch wenn man gegen die Wand fährt) dann vermute ich, sieht es so aus:
Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Die Leute die jung sind und es sich leisten können, die gut gebildet sind und die möglchkeit haben, die werden auswandern. Nach Skandinavien, Australien, Neuseeland, Kanada.
Die anderen werden eine mehr und mehr schrumpfende Lebensqualität bekommen. Viel länger arbeiten, viel weniger Rente, steigende Lebenshaltungskosten, unbezahlbarer Wohnraum. Den Menschen wird es schlechter und schlechter gehen und Deutschland wird sich vom Standard immer mehr Polen und später Rumänien annähern.
Es werden sich immer mehr Ghettos bilden und die Menschen können die mieten kaum noch zahlen, was die Reichen immer und immer reicher werden lässt. Die Deutschen werden so, wie jetzt auch schon, kaum noch Kinder bekommen wollen. Und die gebildeten, mit guten Jobs werden meistens auswandern. Das einzige Bevölkerungswachstum kommt dann, wie jetzt schon, durch Einwanderung. Von Leuten, die eine völlig falsche Vorstellung von Deutschland haben. Weil sie z.B. in ihrem Land von 100€ im Monat leben können und denken, dass sie reich wären, wenn sie hier 900€ Netto haben. Nur leider bleibt dann nach der miete nichtsmehr übrig.
Da die gebildeten Leute immer öfter auswandern, muss man dann den Akademikermangel mit Leuten aus dem Ausland auffüllen, die teilweise eine ganz andere Bildung genossen haben. Und somit senkt sich da der standard auch immer weiter. Beispiel: In Deutschland dauert ein Pharmaziestudium 6 Jahre, dann machst du noch jahrelang Praxis und dann darfst du irgendwann deinen Doktor machen. In der Zeitung wurde vor ein paar Jahren einer Interviewt, der war Pharmazeut aus Syrien, hat eigenen Angaben zufolge drei Jahre studiert und dann gerade seinen Doktor gemacht. Das ist natürlich praktisch, dann ist er jünger wenn er anfängt. Nur kann man in 3 Jahren nicht den Stoff von 6 Jahren unterbringen. Und es ist halt eine ziemliche Doppelmoral, dass selbst Bildung aus dem EU Ausland oft nicht anerkannt wird, bis dann so ein Mangel herrscht, dass man zuvor noch die komplett andere Bildung von Leuten aus Drittstaaten anerkennt.

Wie dem auch sei. Deutschland wird immer und immer schmuddeliger was die ach so tollen Standards in Lebensqualität, Finanzen und bildung angeht. Und Einwanderer werden das auch nur solange mitmachen, bis sie so als Deutsche integriert sind, dass es sie selber stört, wie die Deutschen. Und dann werden sie sich ebenfalls eine Alternative suchen.

Und das wird entweder solange so weiter gehen, bis Deutschland das neue Rumänien ist. Oder bis sich irgendwer so stark daran stört, dass er einen Kurswechsel um 180° anstrebt. Das könnte ich mir dann vorstellen, wenn die jungen Leute, die jetzt darunter leiden, bis Mitte-Ende 70 arbeiten zu müssen, sich keine Grundstücke leisten zu können und keine Rente zu bekommen, alt genug sind, um selber in die Politik zu gehen und dort Einfluss zu haben. Eine Bewegung hat schließlich oft eine Gegenbewegung zur folge. Und die Bewegung von Schröder und weitergeführt von Merkel ist nunmal mit Karacho in Richtung Wand.

Gleichezeitig denke ich auch, dass sich das Land bis dahin immer mehr in Rechtsextrem und Linksextrem aufspalten wird, bis es kracht oder die Menschen wieder einen Grund haben, zufrieden zu sein.

Und Ähnlich wird es wohl in Österreich laufen. Nur die Schweiz, die wird sich wahrscheinlich wie immer aus allem raushalten und ihren hohen Standard beibehalten. Das ist die Ironie der Schweiz: Jeder weiß, dass es den Menschen da hundert mal besser geht, dass alles besser ist, und sie sprechen sogar (mehr oder weniger) unsere Sprache. Trotzdem steht die Schweiz auf dem Auswanderplan der Deutschen und Österreicher ganz unten. Warum? keiner weiß es. Vielleicht sind die Schweizer einfach zu distanziert. Oder wenn man weg will, dann so richtig.
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sanny
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Mitglied [4426]

Der Mann hat Recht !!
Mit dem was er gesagt hat .
Geschrieben hatte ..
So wird,s auch kommen .
Habe ich gerade diese Woche gelesen !!
Was das angeht ,,Arbeiten dieses Jahr in meiner Firma xxx,, bitte ohne Urlaub ,und mit
Überstunden.. --Unbezahlte .Kein Weihnachtsgeld .
Um die Firma über Wasser zu halten .
Geld einsparen..
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Ich zitiere ... Ich schreibe mit Schreibfehler und mache keine Comma . Würde ich alle Briefe selbst beantworten bräuchte ich ein eigenen Comptoir. Wolfgang von Goethe. Währe Goethe so Arm wie Schiller gewesen hätte er alles selbst schreiben müssen.

Lisa aus dem ...

@wer+weß: "Lisa bist du das?", wenn du's wissen willst: Ja 😊.

Ferner will ich zu deinen wahren Worten jetzt nur folgendes sagen: Wenn's in naher Zukunft tatsächlich so weit kommen sollte, sollte man sich wahrhaftig vor Augen führen, dass es dieses Leid, um das es geht, nur so lange gibt, solange die Menschheit am Kapitalismus festhält! Würde sich die Gesellschaft um 180° wandeln und von ihrem hohen Ross, das sich "Egoismus" nennt absteigen und altruistischer werden, könnte man so viel Not und Elend aus der Gesellschaft schaffen!

Und wenn du jetzt sagst, dass das Schwachsinn ist, dann hast du dir keine Gedanken darüber gemacht, was ich gerade geschrieben hab'!
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Lisa
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Mitglied [1802]

@sanny: Meine liebe Sanny, wenn du's wissen willst: Der Thread stammt von mir und "wer weiß" hat recht, als er fragte: "Lisa bist du das?" . Und danke dir, dass du meiner Meinung bist.
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huey

Schon ab dem 2. Absatz hab ich aufgehört zu lesen.

Kapital ... Ohne satte Einnahmen verhungern irgendwann auch die Reichsten der Reichen. Die Masse erwirtschaftet das Gesamtkapital, nicht die Reichen.
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WannSollDasSein

Wann beginnt die Zukunft.
Es gibt keine Zukunft.
Es gibt nur das Jetzt.
Die Zukunft entsteht jeden Tag für einen Tag lang und richtet sich danach was wir draus machen in dem Moment.
Eckhard Tolle anhören tut gut
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