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Einfach. Plaudern. Neu.

Lisa
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Mitglied [1587]

Wie denkt ihr über Sterbehilfe in Corona Zeiten?

Kurz gesagt: Wenn ein todkranker Coronapatient um Sterbehilfe bittet und feststeht, dass die Medizin des Jahres 2020 diesen Patienten nicht mehr heilen kann, sollte man ihm, um menschlich zu handeln, die Sterbehilfe gewähren!

Denn einem leidenden Tier gibt man doch auch den Gnadenschuss und lässt es nicht noch tagelang leiden und erhält es künstlich am Leben bis es nicht mehr geht!

Und jetzt mal Hand auf's Herz: Einen todkranken Coronapatienten, dem die Medizin von 2020 eh nimmer helfen kann, um jeden Preis, so lange wie möglich am Leben erhalten und dann elendigst ersticken zu lassen und das vielleicht auch noch bei vollem Bewusstsein, das soll etwa ethisch richtig sein?

Oder lässt man die Patienten nur deswegen die Hölle auf Erde erleben, damit dem perversen Gesetz Genüge getan wird?

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Kommentare (2)

Senf dazu

Ich denke über Sterbehilfe in diesen Zeiten so, wie ich immer über Sterbehilfe denke. Niemand sollte dazu verdammt sein, Qualen zu leiden und nur noch unter Schmerzen dahin zu siechen, wenn fest steht, dass es auf keinen Fall jemals wieder Besserung geben kann und es wenn nur noch schlimmer wird.
Es ist schon schlimm genug, jemanden unter den genannten Umständen noch künstlich am Leben zu halten und schwer leiden zu lassen, wenn Mutter Natur ihn eigentlich schon zurück holen würde. Sowas zu unterlassen sollte dann auch nicht als passive Sterbehilfe gewertet werden, wenn die Alternative streng genommen eine künstliche Sterbeprozessverlängerung ist.

Der angebrachte Kritikpunkt an dem Thema ist aber auch, dass man Angst hat, jemanden fälschlicherweise als unheilbarkrank einzustufen, der dann doch wieder genest.
Bei eindeutigen Fällen sehe ich aber keinen Grund, die Leute zu quälen, wenn sie selbst schon nichtmehr wollen. Und wer 97 Jahre alt ist und seit 15 Jahren schwer krank, dem wird auch sicher kein Wunder mehr widerfahren. Es gibt einen unterschied zwischen ,,leben'' und ,,überleben''.
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ihrbefehltmir...

Ich war schon immer für ein selbstbestimmtes schmerzfreies Sterben, vermutlich weil ich als ausgegrenzte Person nie ein selbstbestimmtes Leben leben durfte.

Leider kostet so was, da wo es legal ist Geld und es brauch immer noch Indikationen/ Nachweise einer tötliche Krankheit, unheilbare Schmerzen

Wir sollen uns rechtfertigen. Das australische Mädchen, das sich umbrachte, weil ihr Vergewaltiger freikam, das wird auch als Täter stilisiert, dabei ist es ein Opfer und Opfer sollten sich vor gar niemanden rechtfertigen müssen.

Allein unser Wollen oder Nichtwollen soll zählen, wenn wir ethisch leben, haben wir ein schmerzfreies Beenden unserer Daseinsqualen auch allemal verdient.

Aber nein Liberale, Konservative und Rechte gestehen uns kein selbstbestimmtes schmerzfreies Sterben zu. Die gestehen uns ja nicht mal das Leben zu. [Lies Stone Butch Blues, vielleicht kappierst du wa ich meine] Wenn das nicht wäre, hätten ich und andere Opfer längst das
Substrat getrunken. Paraden, Initiativen und sogar Angleichen lassen ist nur der Versuch aus der Verzweiflung heraus und dem Selbst-Bekenntnis das wir auf einem unethischen Planeten leben müssen, der gnadenlos uns gegenüber ist

Wenn der Selbsterhaltungstrieb uns nur nicht so schwächen würde und wir nicht alles alleingelassen planen und ausführen müssten... Das wäre schön
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