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Jenseits

Wer ist auch der Auffassung dass das Leben lebensunwert ist

Ich denke nur Unterdrückte können verstehen was ich meine.

Die Normalen, die, die aus der Mittel- oder Oberschicht stammen und wichtige Positionen in der Gesellschaft haben, stigmatisieren lebensverneinendes Verhalten und Ansichten gleich als (geistes)krank bzw. lotzen sie zu den "Fachmännern" die vom Vaterstaat aus die Befugnisse dazu haben, das "Andere" als (geistes)krank zu stigmatisieren und weitere Foltermethoden anzuwenden.

Suizidgedanken und Suizidversuche sind eigentlich immer denen vertraut, die unterdrückt sind. Unterdrückt sind alle Tiere, intergeschlechtliche Personen und Personen die mit Vulva geboren worden. Die sind einfach temporär unterdrückt, sondern ständig.

Unser Leiden/Leben gleicht einander stark, auch wenn sich die Vergewaltigungen mit denen wir bomardiert werden, optisch unterscheiden können, wie die Beschimpfungen und Euphemismen die trotzdem immer dasselbe meinen.

Es ist egal ob wir als Muschi, Asoziale, Mannweib, Lesbe, Krüppel, Schwein, Kuh, Schlange, Schabracke, Hexe usw. beleidigt werden. Und es ist egal ob wir den femininen Standards entsprechen, oder noch ganz exklusiv schwarze Hautfarbe und Körperbehinderungen o. Körpererkrankungen mitbringen.
Vor allem - und das vernutlich für uns das schlimmste - ist außer uns allen egal, woran wir wirklich leiden und was unsere Visionen für eine bessere Welt wären.

Ich denke jede die unter ganz ähnlichen Verhältnissen entstand und ertragen musste wie ich, weiß, dass uns nichts weiter helfen wird außer das Leiden/Leben zu beenden so lange wie wir wenigstens noch die Methoden ausführen können. Ich will auch nicht älter werden, weil ich weiß, dass aus dem Patriarchat und dessen Moloch-system, das uns ständig in Heime, Klapsen und andere hetero-sexistische Orte drängt, leider doch nur ein Weg der Befreiungsweg ist. Es wird anderen leider nicht helfen, weil der Suizid einer Einzelnen wird nicht die herrschenden Strukturen zerstören. Aber der Einzelnen ist geholfen, weil wir uns noch mehr Leid ersparen (wenn die Suizidmethode klappt).

Wenn ihr stattdessen kämpfen wollt, dann macht das. Aber ich war nie eine Kämpferin. Ich wollte das Leben nie. Was ich hier nie leiden konnte, waren die vielen Lügen, die Heucheleien. Das uns Schuld eingeredet wird für Umstände die nie in unserem Verantwortungsbereich/in unserer Entscheidungsgewalt lagen.

Es hat nie irgendetwas schönes auf dem Planet/im Leben gegeben. Ich durfte mich nicht selber verwirklichen. Und alles war eine Aneinanderreihung an Vergewaltigungen.
Die logische Konsequenz daraus ist Suizid, und die Hoffnung nie mehr sein zu müssen.

In der Nichtexistenz gibt es keine biologischen oder sozialen Zwänge, keinen Arbeitszwang, keinen Hunger, keine Angst, es existieren Ungerechtigkeit, Lügen und Unwahrheiten nicht. Das ist sehr schön, darauf lässt sich wenigstens freuen und auf die baldige absolute Abschaffung allen Leidens/Lebens durch die Sonne oder etwas ähnliches.

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Kommentare (1)

Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von ket am 31.05.2022, 08:52 Uhr.

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