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Sind ihre Behaupungen wirklich radikalfeministisch?

Ich habe auf einer englischen Wordpress Seite neue Entdeckungen gemacht. Und zwar habe ich Behauptungen gefunden, die von einer Radikalfeministin stammen sollen, was mir etwas fragwürdig erscheint.

Die Autorin beschreibt sich als eine lesbisch-separatistische Radikalfeministin. Ich habe einiges dort gelesen und bei vielem stimme ich zu, jedoch bei vier Behauptungen unterscheidet sich unser Gewissen rasend.

Ihre Behauptungen sind:
- Das die meisten prostituierten Frauen (als Jugendliche und Erwachsene) sich für Prostitution entschieden haben.
- Verhütungsmittel und Abtreibung sind Anliegen für die hetero/bi Frauen kämpfen sollten und nicht Lesben, letztere sollten in Lebensraum für Dykes bzw. Butches investieren.
- Frauen können entscheiden wen sie lieben/attraktiv finden, also kann sich für und gegen Heterosexismus (Hetero/Bisexualität und alles andere) und Lesbianismus entschieden werden. Das heißt, heten/bi Frauen sind mitverantwortlich zu machen für die Unterdrückung aller Frauen und besonders der Lesben.
- Veganismus sei für Frauen ungesund.


Mir sind solche Behauptungen nicht neu, aber ich kenne sie von Menschen die eigentlich kein Interesse haben, Frauen noch weiblichen Tieren zu helfen und Antifeministen sind. Was mich an den Behauptungen stört ist, sie in einem (vermeintlich) radikalfeministisch Kontext lesen und denken zu müssen.

Ich finde sie darin sehr unlogisch und falsch.

Denn wie erzwungen oder frei ist die Entscheidung/Auswahl die Frauen treffen können wirklich, in ihrem Alltag? Ich denke vieles läuft nach gewalttätigen Vorgaben ab, zwischen denen sie sich entscheiden müssen und nicht nicht können.
Ich erinnere nur daran, dass kein Lebewesen entscheiden konnte mit welchem Körper unter welchen Gegebenheiten es geboren wird. Dieser inhärende Mangel an Entscheidung ist zukunftsweisend, besonders für die, die einen schwachen Körper tragen müssen und gegen solche mit mega Körper antreten sollen auf Schmerz und Tod und im Kindesalter stark verletzt wurden.
Bei Mädchen gesteht sie selber ein, dass die keine Wahl haben, aber wenn diese Mädchen zu Frauen heranwachsen sollten, dann doch, obwohl viele nichts anderes kennen als wie eine Hündin gehalten zu werden und Männern zu glauben.
Vielleicht können sie entscheiden, aber zwischen was und welchen lebensbedrohlichen Konsequenzen hätte sie mehr berücksichtigen sollen. Das es keine wirklichen Schutzräume nur für Frauen gibt, kommt noch hinzu, die ihre Entscheidungswahl deutlich beeinflussen. Die Autorin fordert dennoch mit ihrer Logik, dass Lesben sich auf einander konzentrieren sollten, konkreter wird sie nicht. Darum ist nicht absehbar, ob sie damit vielleicht wenigstens Schutzräume für Lesben in Erwägung zieht oder nur meint wie alle anderen eben, wir müssten uns nicht um diese Frauen kümmern/ihnen nicht helfen.


Die Behauptung ist kontraproduktiv vom Feinsten. Warum sollten Lesben die ja auch Frauen sind und daher von Vergewaltigung/erzwungener Schwangerschaft betroffen sein könnten, wie sie auch sexuellen Kontakt mit heten/bi Frauen die sexuelle übertragbare Krankheiten durch Jungen/Männer haben könnten haben,
nicht den heten/bi Frauen helfen, Verhütungsmittel und Abtreibung zu gewährleisten (außerdem kostenfreie Gesundheitstests auf Geschlechtskrankheiten).
Ich meine diese unterlassene Hilfe kommt auf die Lesben dann zurück, mit üblen Folgen. Sie sollten sich hier selbst die Wahl erkämpfen, Verhütungen und Abtreibung zu erhalten.

Ich stimme ihr allerdings dabei zu, dass es Mittäterinnen gibt, aber ich will noch mal betonen, Frauen sind keine Täter. Die Frauen haben ihre Unterdrückung, den Terror gegen sie nicht selber erfunden, wie auch weibliche Tiere Speziesismus nicht erfanden, es waren blutrünstige grausame Männer. Vor denen Frauen sich zusammen wehren und schützen sollten und nicht "separieren" insofern, sie dann einander auf die Füße trampeln. Das wäre Hornochsentaktik, die Karnivore haben dann leichtes Spiel ein oder mehrere umzubringen.

Die letzte Behauptung Veganismus mache Frauen krank und schwach und sei von Männern iniziiert um die nächsten Frauengenerationen zu schwächen, finde ich unterste Schublade. Sie verweist auf Pestizide, Genmanipulation und Soja als wäre das etwas das durch Veganismus käme und nicht durch Männer und daher reduzierbar durch die Ermöglichung des Selbstanbau von Lebensmitteln was ihr als Separatistin doch gelegen kommen sollte (frauensolidarische Landwirtschaft). Sie behauptet VeganerInnen würden Sklaverei unterstützen, durch ihren Konsum der pflanzlichen Produkte und das Pflanzen auch (wie Tiere) Gefühle hätten.
Frauen brauchen angeblich Cholesterol dass sie nur aus omnivorer (Fleisch, Milchprodukte) Ernährung erhielten.

Ihre Implikationen sind gespickt aus Halbwahrheiten und sollen Frauen dazu verleiten sich omnivor zu ernähren, weil das angeblich gesund und notwendig für die sei.

Ich halte entgegen, dass Veganismus ethisch deutlich besser ist, auch wenn dadurch erst einmal Arbeiterinnen auf landwirtschaftlichen Plantagen nicht besser gestellt werden, so wird wenigstens nicht noch in deren Ausbeutung investiert (die müssen das Gemüse und Getreide meistens für Tiere züchten pflegen ernten) und es fliesst auch kein Geld in die Ausbeutung der weiblichen Nutztiere, einfach weil die Podukte nicht gekauft werden.

Und durch Veganismus wird niemand krank, dass mit Cholesterol wird wieder eine Halbwahrheit oder sogar Lüge sein, wie die das Veganer B12 ergänzen müssten.

Frauen können bei veganer Ernährung wie bei omnivorer krank werden, durch Pestizide, genmanipulierte Lebensmittel und industriell stark verarbeitete Nahrungsmittel, Kosmetikartikel und Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente (Pharma) usw.
Die Getreide-Gemüse- Obstsorten sind stark überzüchtet, aber Veganismus dann für Krankheiten verantwortlich zu machen, wobei es doch die Landwirtslobbys (Nahrungsmittelindustrie) sind die hier die pflanzlichen Lebensmittel korrumpieren, ist sehr irreführend. Zumal all diese Industrien von Männern stammen, hätte sie den Veganismus nicht ernsthaft verteufeln dürfen. Sie hat aber was ich sehr seltsam finde, genau das getan, also ausgelassen, was wirklich Frauen krank machen kann. Sie hat auch verschwiegen, dass Fleisch und Milchprodukte, Honig zu den Nahrungsmitteln zählen, die stark mit Medikamente und allerlei Pharmascheiße (Impfung) verseucht sind, die sich durch Dünger in den Boden für Gemüse-Obst und so weiter einnisten. Denkt euch den weiteren Teufelskreis. Wenn eine also nicht mehr omnivor sondern vegan isst, dann reduziert sie dadurch um die Hälfte ihr Risiko schwer zu erkranken. Mit veganer Ernährung ist der Muskelaufbau außerdem nicht gefährdet (ich muss es wissen, ich lebe überwiegend vegan und nehme keine künstlichen Ergänzungen).

Meinem Gefühl nach ist die Autorin keine Radikalfeministin und nicht lesbisch-separatistisch oder was meint ihr dazu? Ich habe schwere Zweifel daran, dass eine lesbisch-separatistische Radikalfeministin solche Behauptungen ernsthaft vertritt, statt wie ich hinter den blinden Fleck zu schauen. In weiteren ihrer Artikel geht es auch um Transgenderismus/Transsexualismus, den sie als Ideologie ablehnt, was immerhin dafür spräche, dass sie mit einer Vulva geboren wurde und wir es nicht mit einem Transerich (kastrierter Mann) zu tun haben. Doch wahrscheinlich ist sie eine rechtsorientierte Frau oder eine die aus dem rechten Tümpel stammt und diese Behauptungen sind die patriarchalen Überreste ihrer vergangenen Blindheit?

Ich bin mir wirklich nicht sicher, aber ich hoffe, andere Frauen erkennen wie ich die Destruktivität ihrer Behauptungen. Die sind geradezu ein Hoax. Veganismus ist z. B. gar keine Männererfindung, sondern kam durch mitleidsfähige Frauen die im Nutztierdasein der Tiere ihre Unterdrückung erkannten und Quälerei an (weiblichen und zwittrigen) Tiere abstoßend, verletzend, lebensverneinend traurig. Veganismus ist eine Säule des Negativen Utilitarismus (Wille zur Leid/Lebenseduktion, Leben weil das Leiden ist). Die vollwertige Stufe des Veganismus ist der Antispeziesismus.
Radikalfeminismus wäre eine weitere Säule, sozusagen die Schwester der anderen, es folgt Antikapitalismus, Antinatalismus und Antilookismus die nächste und mMn. die letzte Säule.
Der Negative Utilitarismus ist eigentlich in seiner Vollendung Antipatriarchalismus.
Die jeweiligen Säulen, umfassen z. B. noch Ableismus, Rassismus etc. in sich. Dann Antireligiösität, Antipsychologie und Antideterminismus, obwohl letzteres auch direkt in Antipsychologie eingespeist wird - ist nämlich der Kern des Aberglaubens an Geisteskrankheiten. Antipsychologie liese sich auch mit Antireligiösität fusionieren. Psychologie entstammt nämlich Religion und beide sind patriarchal.
Das interessante ist, wie beim Patriarchat das jedoch Pfeiler hat (Gegensatz zum erwähnten), stärkt jede Säule die nächste. Ihr müsst euch eine Netzform denken, das Spinnennetz im Ganzen ist dann Antipatriarchalismus und bildet ein Matriarchat.

Der Patriarchalismus ist dagegen als Ansammlung an Parasiten zu betrachtet, die ein Netz bilden. Sie selber haben feste Knoten. Im Ganzen betrachte sieht es wie ein Haufen in sich wühlender Würmer aus....

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Kommentare (1)

Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von Suche J.Furz am 18.11.2022, 17:39 Uhr.

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