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geht das?

Anzeige wegen übler Nachrede - obwohl wahr?

Eine bekannte von mir ist HIV positive und das wissen eigentlich nur ihre Freunde und Familie. Sie möchte nicht, dass das auf der Arbeit, Kirche, Nachbarschaft oder sonst wo im Bekanntenkreis jemand erfährt, bevor sie sich dazu entschließt, es öffentlich zu machen. Nun wiederum hat sie eine Bekannte in der selben Situation, die vor längerer Zeit damit erpresst wurde und dann hat es ein Ex-Partner von ihr öffentlich gemacht. Sie hat Angst, dass ihr das selbe passiert.

Nun ist die Frage, hat jemand ein Recht auf seine Privatsphäre, dass sowas nicht ohne dessen Einwilligung an die Öffentlichkeit geraten darf? Kann sie zum Beispiel, im Falle der Erpressung, jemandem mit Anzeige wegen übler Nachrede oder so drohen, auch obwohl die Tatsache ja eigentlich stimmt? und wie sieht das in anderen Fällen aus? Zum Beispiel ist ein anderer Bekannter von mir schwul und Moslem und hat auch Angst, dass das jemand herausfindet oder ihn damit Erpresst.
Können sich Leute, die ein ,,dunkles Geheimnis'' haben, dass eigentlich nur ihre eigene Privatsphäre betrifft, irgendwie davor rechtlich schützen, von Mitwissenden dafür erpresst zu werden?

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Kommentare (7)

geht das?

Ps: Die Bekannte ist auch verheiratet. Also es geht nicht darum, dass sie es vor Sexpartnern oder so geheim hält, sondern einfach nur vor flüchtigen Bekannten.
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Toni

Wenns wahr ist, ist es durch die freie Meinungsäußerung geschützt. Würde eher Erpressung in Betracht nehmen, ist ja auch strafbar.
Es ist immer blöd, Geheimnisse zu haben.
Es gibt sogar Leute, die machen das kommerziell, also sie picken sich Leute heraus, die Geheimnisse haben und schreiben sie an, ob sie für eine Summe bereit wären, ihr Geheimnis schön im Verborgenen zu behalten. Vor nicht all so lange bekam ich mal eine E-Mail, die an einen großen Verteiler ging, darin war ein Fetisch-Foto zu sehen, so richtig schön mit diesen komischen rosafarbenen Handschellen ums Handgelenk. Hat sich in Gesprächen rausgestellt, dass wohl jemand nicht gezahlt hat. Da es eine Krypto-Adresse war und die Mail wohl aus Mittelamerika verschickt wurde, obwohl die Mail in astreiner deutschen Sprache verfasst wurde, wird es bei der Verfolgung keine Aussicht auf Erfolg geben.

Ich weiß, es ist schwer, aber vielleicht sollte man sich überlegen, den offenen Umgang zu üben und sich eine humorvolle mir-egal-Haltung anzutrainieren. Die meisten Behinderten, die ich kenne und älter sind (gut, ich kenne nur vielleicht mal 4-5, davon), haben scharfe Kontersprüche im Petto wenn denen jemanden blöd kommt.
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Oh

Ja natürlich hat sie ein Recht drauf, ich hoffe verpasst dir eine Anzeige.
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Lilith
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Mitglied [1013]

Schwierig. Man kann niemanden zum Stillschweigen zwingen. Erpressung ist zwar illegal, aber wenn das Geheimnis erstmal raus ist, dann hilft auch keine Anzeige mehr.
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Und jetzt alle mitsingen! https://www.youtube.com/watch?v=Psa06Qx0utA

GenEthik

@geht+das?:
was die anderen hier geschrieben haben fühlt sich wie misogyner Humbug an. MMn. hat es nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, eine Frau zwangszuouten sei das Outing auf ihre Aids-Krebs oder sonstige Erkrankung oder sexuelle Orientierung/Identität bezogen.
Gerade weil sie HIV hat ist es um so wahrscheinlicher dass Leute die das wissen und weiter erzählen sie rufmordschädigen wollen. Denn solche Erkrankte sind sozial genauso schlecht angesehen wie Harz 4 Empfänger/innen.

Nur leider ist das meine Meinung - die kann von den aktuell immernoch misogynen Gesetzen abweichen.

Ihr könntet euch aber genauer bei einem Anwalt oder einer Anwältin die sich auf Hassreden spezialisiert haben informieren (ev
tl. findet ihr die unter "Verleumdung" auf anwalt.de) oder schreibt eine E-Mail an dgti.org oder Bundesverband Frauenberatungsstellen & Frauennotrufe - Frauen gegen Gewalt (frauen-gegen-gewalt.de)

Auf den Seiten müsst ihr nur ins Impressum oder es steht direkt Kontakt da. Dgti - nicht das ihr euch wundert - agiert konkret gegen Hasskriminalität die sich gegen Inter-Trans und Lesben richtet. Aber weil in der LGBTIAQ Community auch HIV Erkrankte leben (und diskriminiert werden) sind die in eurem Fall auch AnsprechparterInnen. Die könnten euch auch beraten.

Sollte alles nichts helfen: reale oder/und virtuelle Selbsthilfegruppe suchen oder nahegelegend gründen. Was deiner Bekannten/Freundin passiert ertragen mindestens 300.000 Frauen und Mädchen weltweit. Ihr könnt ein Aufruf via Internet starten usw. Also es gibt schon Möglichkeiten und ihr könntet gemeinsam auch Gesetzesänderungen zu eurem Vorteil erwirken, damit Verleumdung/Rufmord auch endlich als solches anerkannt wird.

VG
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Toni

@GenEthik: Verpiss dich mit deinem radikalem männerverachtenden Feminismus. Misogyn ist das schon mal gar nicht, weil die Antworten hier Geschlechtsneutral sind und Humbug schon mal gar nicht, weil man für eine Verleumdung Unwahrheiten sagen muss.
Wenn du schon helfen willst, dann nenne uns wenigstens die richtigen Paragraphen, aber nein, wie du schon schreibst "nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, eine Frau" sieht man direkt, dass es dir nur drum geht, deine Scheiß radikale Propaganda hier ablassen willst ... ich wette auch dir wärs scheiß egal, wenn "nur" ein Mann betroffen wäre.

Nur wenn man sich geschlechtsneutral für die Schutz, Rechte und Gleichberechtigung einsetzt und nicht explizit den Mann oder wie hier, die Frau erwähnt, hat man eine Chance, dass die Welt eine bessere wird, weil nur dann alle am selben Strang ziehen können und somit der Kampf gegen das Übel effizienter wird. Kämpft man explizit für Rechte nur für einzelne Personengruppen, läuft man Gefahr, dass sich eine Parallel- oder Gegenbewegung bildet, die sich gegenseitig ausbremsen.

Kurz: Männerverachtener Feminismus schadet auf langer Sicht den Frauen mehr als sie Nutzen bringt.
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Lilith
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Mitglied [1013]

@Toni: Danke, das musste echt mal einer sagen!
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Und jetzt alle mitsingen! https://www.youtube.com/watch?v=Psa06Qx0utA

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