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Einfach. Plaudern. Neu.

Lisa
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Mitglied [1346]

Ach Gott, war das Internet im Jahre 1997 kumpliziert!

https://derstandard.at/2000101599982/Webtipp-Wie-uns-Josef-Broukal-1997-das-Internet-erklaerte

Für mich als 2002er Baujahr steht fest, dass ich seitdem ich 7 Jahre bin mit dem PC und Internet umgehen kann. Und seitdem auch nur Internet Flatrates kenne. Meine Eltern erzählten mir, dass im 97er Jahr das Internet noch Minutenweise abgerechnet wurde - für mich unvorstellbar - denn ich kenne es nun mal nicht anders als per Flatrate.

Wie waren eure Erfahrungen in Jungen Jahren mit dem Internet?

Danke euch,

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Kommentare (9)

Sintro

Der erste PC den wir hatten als ich klein war, war soweit ich weiß ein alter Windows 95 Rechner, den wir von einem Verwandten bekommen haben, ich weiß nicht ob das noch vor 2000 oder nachher war, aber bei diesem PC hatten wir noch kein Internet glaub ich. Dann hat mein Vater so um 2002 einen neuen Rechner mit Windows XP gekauft und wir hatten das erste mal Internet mit einem Router mit, falls ich mich richtig erinnere 500MB (oder waren es mehr?) Datenvolumen im Monat für einen Festpreis, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube danach musste man extra bezahlen oder es wurde zumindest gedrosselt, also quasi so wie heute bei den Smartphones. Die Einrichtung für den Internet-Anschluss und die Installation von z.B. einer externen W-LAN Antenne (kennt noch jemand diese Sinus 154 Dinger von der Telekom?!) war auf jeden Fall bei uns reichlich kompliziert, da mein Vater nicht so viel Ahnung hatte und das auch alles nicht ganz so interessant fand. Ich hatte natürlich auch noch keinen Plan, aber irgendwann hat es dann funktioniert.

Da mein Vater früher nicht gerne Verträge gewechselt oder sich mit dem Provider beschäftigt hat, hatten wir diesen oder einen ähnlichen Vertrag mit DSL 1000?! ca. bis 2007. Und spätestens als 2005 Youtube dazu kam, musste man sich dann im Monat immer überlegen, wie viel kann ich wohl noch gucken...Ansonsten war natürlich ICQ angesagt.

Danach wurde alles besser, denn wir haben neue Rechner und einen neuen Vertag ohne Datenlimit bekommen. Der Verkäufer beim Provider ist sogar ins schmunzeln gekommen, als er um 2007/08 rum unseren alten Vertrag gesehen hat. "Wow, der Tarif/Vertrag ist ja schon uralt."

Leider haben wir hier in unserem Kaff immer noch keine vernünftigen DSL Geschwindigkeiten. Das beste was geht ist DSL 6000 und die Provider kommen einfach nicht in die Puschen....Und der Rest der Welt läuft gefühlt mit 100 / 200 / 500 MBit, aber Gigabit dauert ja auch noch bis 2050 so wie es scheint...Das ist wie mit dem BER.
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hc130

Ja, man, wie konnte ich das vergessen :-)))

Einmal war ich so verpeilt, da hatte ich eine Monatsrechnung bei der Telekom von über 100 DM. Seitdem hatte ich immer einen Wecker neben dem Monitor stehen und musste mit die Zeiten aufschreiben, sonst wäre ich arm wie eine Kirchenmaus geworden.

Das Internet hab ich mir irgendwie raufgepackt, frag mich nicht, wie ich das damals hingekriegt habe. Es funktionierte irgendwie über einen Verteiler/Splitter von meinen Telefonanschluss aus. Einen Router hatte zu der Zeit jedenfalls noch nicht.

Schönen Tag noch :-)

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Sintro

Ich kann mich noch erinnern, dass mein Vater damals mal ziemlich miese Laune hatte. Meine Schwester hatte wohl beim telefonieren die Zeit vergessen und wir hatten auch einen Monat eine Telefonrechnung von ca. 100€, weil wir noch keine Flatrate hatten. Meine Schwester dachte das aber scheinbar. Danach hab ich noch genauer hingeguckt beim Verbrauch. Ich war da vielleicht 14 oder so.
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Lisa
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Mitglied [1346]

@hc130: Servus meine liebe.

Danke für deine Antwort. Und ja, es gäbe genug, was ich hier erzählen könnte, was meine Eltern und Großeltern alles mit dem Internet erlebt haben, bevor endlich Flatrates eingeführt wurden.

Opa erzählte mir, dass er, bevor er zu Tele2 umgestiegen ist, einen AON-Anschluss hatte mit 500 MB Datenvolumen, wollte er mehr, sollte er extra zahlen.
Da steht für mich fest: Was sind schon 500 MB? Da sind die Spiele und Filme ja schon größer die man Downloaden kann :-D

Ferner hab ich hier ein interessantes Video gefunden, wo Josef Broukal das Internet im Jahre 1997 erklärt: https://fpdl.vimeocdn.com/vimeo-prod-skyfire-std-us/01/1008/13/330043888/1295546998.mp4?token=1556828465-0x26f512d6f8168d889550b0358cf7bdc51d04ae25

Das Video ist knap 90 Minuten lang. Ich hab´s mir runtergeladen, weil ich damit so schön in der Nostalgie schwelgen kann :-)))

Viel Spaß euch allen,
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Für all jene, die´s interessiert: https://www.bookrix.de/_ebook-felix-baumgartner-der-gasthof-des-grauens/ Vor kurzem auf Bookrix gefunden und sehr spannend zu lesen - finde ich zumindestens :-))

Lp8 Magnum

Irgendwann 2000 rum habe ich mit nem 56 kb Modem angefangen. Sind ca.5 bis 6 k ! effektiv mit Einwählverfahren via einer MSN Nummer. 6 k, oh Gott, heute unvorstellbar. Abgerechnet wurde im Minutentakt, die Stunde lag glaube ich bei 8 DM. Das lief soweit aber ganz gut, damals waren die Seiten noch nicht so " Überladen" wie heute.
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hc130

@Lp8+Magnum:

Stimmt, jetzt hat"s geklickt. Smart Link Modem 56k mit LAN Verbindung, das waren meine ersten und finanziell nachhaltigsten Erfahrungen mit dem www. Man, das war ja erst nach der Jahrtausenwende. Richtig Internet mit 'nem Speedport hat bei mir ja erst 2005 rum oder so angefangen.
War doch erst gestern 🤔
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Lp8 Magnum

@TE

@hc130:

Ich habe das alte Teil tatsächlich noch.
Mußte es erst einmal etwas entstauben...
Alte Technik ;-)

https://ibb.co/Wp9N49x
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Joyce

Hab auch mit Win95 und einem 56K-Modem angefangen, war um die Jahrtausendwende. Um sich einzuwählen, musste man auf das DFÜ-Symbol klicken und dann hat das Modem Pfeiftöne gemacht. Und jo, die minutengenaue Abrechnung sorgte dafür, dass man sich die Websites schnell lokal runtergezogen hat und die sich offline in Ruhe angeschaut hat. War auch die Zeit der AOL-Seuche, wo man mit den CDs zugespammt wurde.

Da früher viele Systeme ohne Firewall direkt im globalen Internet hingen, konnte man, wenn man in Chats unterwegs war, bei einigen Leuten sich durch deren Samba-Datei-Freigaben hangeln und darunter waren teilweise sogar intime Daten dabei. Lustig dann die Reaktion des Chat-Partners, wenn man ihn oder sie mit den Daten konfrontierte.

Früher, speziell so 2000-2005 gabs noch viele, verteilte Boards, die wirklich gut frequentiert waren. Gothic-Boards (zB Nachtwelten), Zocker-Boards (zB Spielerboard) je nach Lust und Laune war alles dabei. Selbst die Mädels von damals haben sich Baukästen wie Rapidforum bedient und haben selber Abnehm-, Style- und Schminke-Boards aufgemacht, die sogar relativ gut liefen. Heute läuft ja leider alles über Facebook & Co.. Das Konzept, in mehreren thematisch getrennten Boards mit unterschiedlichen Nicknamen registriert zu sein, fand ich viel besser (auch wenn unbequemer), wegen der Pseudonymität. Gerade wenn jemand wie ich insgesamt weit über 10.000 Beiträge in den Foren verfasst hat, findet man mit Sicherheit Posts darunter, mit der man sich nicht mehr identifizieren will. Und wenn man sich gut verstand, hatte man das gute alte ICQ, mit der man außerhalb der Boards in Kontakt getreten ist, da hab ich noch 7stellige UINs rumfliegen.

Wo wir bei Baukästen sind: Früher war es viel einfacher, selbstständig Websites auch ganz ohne Baukästen zu erstellen. Etwas HTML, paar Styles, dann noch den Text und fertig war die Seite. Heute haste zig JavaScript-Frameworks, die in Windeseile kommen und veraltern, Less, Grunt, dann das Responsive-Paradigma, und dann der ganze SEO-Kram. Heute von 0 an eine moderne Website hochzuziehen, ganz ohne auf irgendwelchen fertigen Bibliotheken zuzugreifen, nein, das kann man heutzutage vergessen.

Früher konnte man bei den meisten Freemail-Anbietern E-Mail-Adressen erstellen, ohne dass eine Handynummer hinterlegt werden musste. YouTube war früher auch mal ganz anders, ohne Abfrage der Handynummer. Dafür war die Auflösung der Videos grottig und man brauchte Flash. Anfangs gab es eine "Private Nachrichten"-Funktion und eine viel bessere Suchfunktion. Dadurch dass die Videos per Voreinstellung auf "Öffentlich" gesetzt wurden, wenn man was hochgeladen hat, sah man viele Videos von Privatleuten und es wirkte nicht so kommerz wie heute.

Irgendwann hatte ich DSL-Flatrate so um 2002, dann kamen die großen BearShare/eMule/KaZaA-Zeiten, wo jeder fröhlich Musik, gecrackte Programme und vieles andere Zeuchs übers Internet getauscht hat, ohne dass es jemand geschert hat. Hab mir dann extra ein zweiten PC hingestellt der Tag & Nacht durch lief. Ich hatte nachher auf diesem Rechner zwar Toolbars, Malware und Werbung ohne Ende (trotz Antivirus), aber solange der Rechner das tat, was es sollte, war mir das herzlich egal, war ja eh nicht der Hauptrechner wo wichtiges drauf war. Damals war das mit der Haftung noch nicht so in den Köpfen. Und gefühlt hatte jeder zweite die Vollversion von Photoshop auf seinem Rechner. Heutzutage hat man für Musik sogar legal YouTube, allerdings von gecrackten Programmen würde ich tunlichst die Finger von lassen, erstens ist man heute dafür extrem sensibiliert (ich sag nur Haftung bei Missbrauch der Internetleitung & Abmahnung), zweitens die ganze Malware- & Spyware-Industrie arbeitet heute professionell und nutzt die Internetleitung in maximal schadhafter Weise aus zB setzt ein VicSocks auf, nimmt an DDoS teil u.Ä..

Die Zeiten haben sich ziemlich geändert.
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Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von # am 04.05.2019, 19:41 Uhr.

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